Wer zahlt die Kosten einer Legasthenie-Therapie?

 

Im Regelfall sind es leider die Eltern, die die Kosten zu tragen haben.

Die Krankenkassen weigern sich meist, die Kosten zu übernehmen, und berufen sich auf Gerichtsurteile, u. a. auf das des Bundessozialgerichts vom 25.7.79 etc. ( -3 RK 45/78 - ).

Der z. Zt. einzig „gangbare“ Weg, eine Kostenübernahme bzw. -beteiligung zu erreichen, ist die Antragstellung beim Jugendamt nach § 35 a KJHG.

Voraussetzung dafür ist aber:

                a) dass aufgrund der Schwere der Legasthenie schulische Fördermaßnahmen nicht ausreichen

                b) dass eine gutachterlich* nachzuweisende, unmittelbar drohende seelische Behinderung
   
                     des betroffenen
Kindes bei Nichtbehandlung der Legasthenie besteht!

 

* z. B. durch Kinder- und Jugendpsychiater an den div. Universitätskliniken oder geeignete andere Fachärzte, die aber vom Jugendamt als solche anerkannt sein müssen.