INSTITUT FÜR LEGASTHENIKER

Aktuelle Informationen

Was heißt „Therapie“ ?

Sie ist nicht im medizinischen Sinne misszuverstehen!

Es soll nur verdeutlicht werden, dass im Gegensatz zur Nachhilfe hier der Mensch in seiner Gesamtheit gesehen und gefördert wird. Üben ohne Unterlass mag zwar ein Zeichen von Fleiß sein, ist aber für das Kind ein „Mahnmal“ des eigenen Versagens, wenn es trotzdem nur mangelhafte Leistungen im Schreiben erzielt. Die Botschaft ist niederschmetternd: Je größer die Anstrengung, um so größer die Niederlage. Nicht Lob der Schule ist das Ergebnis, sondern permanenter Tadel mit der Aufforderung, fleißiger zu sein. Ein Teufelskreis!

Üben ist – da „eindimensional“ - für Legastheniker eine Sackgasse, weil sie kein tiefgreifendes Wortbildgedächtnis aufbauen.

In unserer Therapie wird daher u. a. die optische und akustische Wahrnehmung vertieft, ein Training zur lautlichen Buchstabenerkennung und die schriftliche Umsetzung aufgebaut sowie die Buchstaben- /Lautdurchgliederung eines Wortes in Verbindung mit einem Konzentrations-, Koordinations-, Speicher- und Strukturierungstraining durchgeführt.

Die Verknüpfung dieser einzelnen Punkte sowie ihre Verschmelzung mit verschiedenen Rechtschreibbereichen, die gesondert erschlossen und vernetzt werden, ist immer die Grundlage unseres Arbeitens. Hinzu kommt das Erlernen eines legastheniespezifischen Kontrollsystems, so dass der Legastheniker seine Fehler mit dieser Methode selbst erkennen kann, unabhängig davon, ob ihm das Wort bekannt ist oder nicht!

Letzteres ist besonders wichtig, weil man bei einer Legasthenie von einer „Wortblindheit“ ausgehen muss, so dass der Betroffene im Bedarfsfall seine Fehler aufgrund des mangelhaften Wortbildgedächtnisses nicht sieht. (Zum Problem des Lesens werden wir in einem anderen Artikel Stellung nehmen.)

Noch Fragen? Rufen Sie uns an!

INSTITUT FÜR LEGASTHENIKER

Aktuelle Informationen

Schnelltest zur Legastheniefeststellung ?

Die z. Zt. gängigen „Schnelltests“ zur Feststellung der Schreibfähigkeiten eines Kindes sind u. E. zur Legastheniediagnose völlig ungeeignet. (Z. B. nur 15 Wörter und ein / zwei Sätze mit einer vom Testhersteller vorgegebenen Auswertung, die vermeintliche Rechtschreibstrategien ergründen soll, überzeugen uns nicht.)

Auch „Prozentränge“, „T-Werte“ etc. helfen dann auf dieser Basis kaum weiter und gaukeln den Eltern nur eine scheinbar objektive, unumstößliche Erkenntnis vor. Was für Schulen zur „Grobeinschätzung eines Klassenver-bandes“ in seiner Schreibfähigkeit geeignet sein mag, dürfte daher für eine differenzierte Legastheniediagnose kaum ausreichen.

Denn für die Grunddiagnose bzw. eine Unterscheidung zwischen 'Rechtschreibschwäche' und - was schwerwie-gender wäre – 'Legasthenie' (ICD F 81.0) sind verschiedene differenzierte Testungen vorzunehmen.

U. a. ÜBERPRÜFUNG:

- des Schreibvermögens mittels ausführlichem, genormtem Schreibtest

- des Wortbildgedächtnisses bzw. der Merkfähigkeit für Wortbilder

- der Funktionsweise der Buchstaben-/Lautzuordnung und der Lautdurchgliederung eines Wortes

- des Regelverständnisses und dessen Anwendungskompetenz

- der automatisierten Fähigkeiten im Schreibprozess [z. B. Gedächtnis für Silbenfolgen oder abstrakte Korrek-turfähigkeit eines Fehlers im Wort (z. B. „Bot“ – das „r“ fehlt – Korrektur „Bort“)]

- des Kurzzeitgedächtnisses

- der Lateralität

- der Grob-/Feinmotorik

- der Koordinations-, Strukturierungs-, Konzentrationsfähigkeit etc.

- außerdem ist ein sprachfreier IQ – Test zwingend.

Das Zusammenspiel der einzelnen Fähigkeiten in Abgrenzung zum jeweiligen Unvermögen im Schreiben und Lesen auf dem „Hintergrund“ der intellektuellen Fähigkeiten ist dann begründend zu bewerten sowie für die Eltern schriftlich festzuhalten, ob eine L/RS oder Legasthenie vorliegt. (Dem vorangestellt sollte ein ausführliches persönliches Beratungsgespräch sein.)

Noch Fragen? Rufen Sie uns an!

 

INSTITUT FÜR LEGASTHENIKER 

Aktuelle Informationen

Seit JAHR und TAG: Dikat „5 oder 6“!

WIR üben trotzdem weiter, weil die Methode überzeugt ...

Die Mär vom Üben ist für drei bis fünf Prozent der Kinder eines Jahrgangs, die als „Legastheniker“ und nicht als Rechtschreibschwache geboren sind, die Hölle.

Während Rechtschreibschwache im Laufe der Zeit sehr wohl ein „Wortbildgedächtnis“ aufbauen können, versagt diese Funktion des Gehirns bei Legasthenikern fast vollends. Die Weltgesundheitsorganisation hat Legasthenie als medizinisch nachweisbare „Störung“ (ICD F 81.0) anerkannt und somit den Unterschied zur Rechtschreib-schwäche schon vor Jahrzehnten deutlich gemacht. Eine sehr differenzierte Einzeldiagnostik zur Unterscheidung von Legasthenie und L/RS ist daher zwingend !

Eine Legasthenie ist - vereinfachend gesagt - u. a. eine Wahrnehmungsstörung in Verbindung mit einer anderen Hirnfunktion in bestimmten Teilen der „sprachverarbeitenden Zentren“ - bei völlig normaler Intelligenz. Verschärfend kommt hinzu, dass es sehr unterschiedliche Ausprägungen / Formen von Legasthenie gibt. Somit wird verständlich, dass die „klassischen“ Methoden des „Schriftspracherwerbs“ bei Legasthenikern versagen müssen, und daher - weil bei ihnen widersinnig - oft genau das Gegenteil bewirken.

Das Ergebnis ist dann: Durch „ÜBEN“ „LEEREN“ .

So ist auch für Laien nachvollziehbar, dass völlig andere Lehr- und Lernmethoden notwendig sind, um eine Le-gasthenie einzugrenzen und zurückzudrängen, denn „heilbar“ ist sie nicht. Aufgrund jahrzehntelanger For-schungsarbeit mit Hunderten von Kindern und Jugendlichen (z. T. auch Erwachsenen) haben wir darauf aufbau-end neue Verfahren für die „Therapie“ entwickelt, um legasthenen Menschen zielgerichtet zu helfen. Die so ent-standenen verschiedenen Therapieformen werden bis zum heutigen Tage weiterentwickelt und immer wieder auf ihre Wirksamkeit hin überprüft.

Noch Fragen? Rufen Sie uns an!

INSTITUT FÜR LEGASTHENIKER 

Aktuelle Informationen

Wir informieren: Legasthenie und L/RS - ein und dasselbe? Nein!

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat „Legasthenie“ (Dyslexie) unter dem Kürzel ICD F 81.0 als eine Ent-wicklungsstörung definiert.

Einige Bundesländer tragen dem Rechnung (z. B. Bayern seit 1999) und räumen den betroffenen Kindern weit-gehende Vergünstigungen (z. B. „Notenschutz“, Zeitzuschläge etc.) ein.

„L/RS – Kinder“ genießen solche Vergünstigungen befristet, Legastheniker während der gesamten Schulzeit. Nicht alleine darum muss mittels differenzierter Diagnostik eine klare Unterscheidung zwischen L/RS als vorüber-gehender Erscheinung und einer Legasthenie als fortdauernder Beeinträchtigung der Schreib- und / oder Lese-fähigkeit unterschieden werden sondern auch weil sich daraus zwangsläufig unterschiedliche Hilfsmaßnahmen ableiten müssen.

Wir treffen daher schon seit mehr als 20 Jahren mittels differenzierter Tests und aufgrund unserer Erfahrung mit Hunderten von Kindern eine klare Unterscheidung zwischen Legasthenie und L/RS. Bei einer Legasthenie ist u. E. eine Einzeltherapie (evtl. auch Zweiergruppentherapie) ein erfolgversprechender Weg, während bei einer L/RS eine rein pädagogische Maßnahme in Kleinstgruppen eine sinnvolle Maßnahme sein kann.

 

INSTITUT FÜR LEGASTHENIKER      

Aktuelle Informationen

Wir informieren: Therapie oder Nachhilfe?

Bei einer L/RS ist eine pädagogische Fördermaßnahme sinnvoll; bei einer Legasthenie bedarf es einer Therapie, in der u. a. die verschiedensten Wahrnehmungsbereiche, Lauterkennung und -verarbeitung gezielt ange-sprochen werden und ein Sprach-/Leseaufbau stattfindet.

Unserer Erfahrung nach sind bei einer kontinuierlichen Förderung eines legasthenen Kindes (zwei Wochen-stunden) die Probleme in eineinhalb / max. zwei Jahren deutlich einzugrenzen. Bei einer L/RS reicht u. E. eine solche Zeitspanne zur fast völligen Beseitigung der L/RS aus.

Warum? Bei einer L/RS lernt man durch permanentes Üben. (Vgl. u. a. neueste Ergebnisse der Hirnforschung). Bei einer Legasthenie geschieht durch übermäßiges Üben genau das Gegenteil des Gewünschten. Ein unzureichend entwickelbares Wortbildgedächtnis führt beim legasthenen Menschen im Ergebnis zu einer „Wortblindheit“.

Die Methoden zur Bekämpfung einer Legasthenie sind unterschiedlich.

Aufgrund langjähriger Forschungsarbeit haben wir z. B. auf wissenschaftlicher Basis ein Verfahren entwickelt, das nach entsprechendem Training den Legastheniker in die Lage versetzt, Fehler regelrecht zu „sehen“, ohne dass er das Wort überhaupt kennt. Rechtschreibung ist dann kein Zufall mehr!

 

INSTITUT FÜR LEGASTHENIKER      

Aktuelle Informationen

Wir informieren: Kosten und Preise

Eine Einzeltherapie ist zwangsläufig etwas teurer als eine Gruppentherapie.

Bei genauem Hinsehen kann sich jedoch auch dieser „Lehrsatz“ relativieren: In einer Einzeltherapie genießt das Kind die ausschließliche Aufmerksamkeit des Therapeuten. Der Lerneffekt dürfte daher – dies liegt auf der Hand – größer sein, da z. B. Konzentrationsengpässe beim Kind etc. vom Therapeuten sofort erkannt und wirksam bekämpft werden können.

In einer Gruppe besteht immer die Gefahr, dass - wenn die Aufmerksamkeit einem einzelnen Kind geschenkt werden soll - der Rest der Gruppe „still beschäftigt“ wird oder vor dem Computer „geparkt“ werden muss. (Übungsspiele und Lehrhefte zum Thema Deutsch gibt es derzeit wie Sand am Meer, so dass man diese Form der Arbeit auch im häuslichen Rahmen kostengünstig abdecken kann).

Die wahren Kosten einer Förderung errechnen sich also aus der Effektivität und der Gesamtzeitspanne einer Maßnahme.

Die oft gestellte Frage nach Doppelstunden – ja oder nein – lässt sich bei Legasthenikern leicht beantworten: Aufgrund der Vielschichtigkeit der Probleme, die bei einer Legasthenie vorhanden sind, ist (u. a. nicht zuletzt wegen der begrenzten Aufnahmekapazität des Kindes) die Konzentrationsfähigkeit nach 45 Minuten erschöpft. Auch sollte eine übermäßige Belastung des Kindes vermieden werden; diese aber könnte sehr schnell entste-hen, wenn z. B. ganze Nachmittage (evtl. in Verbindung mit Doppelstunden) über Jahre hinweg für das kindliche Verständnis „verloren“ gehen.

Aufgrund eigener Forschungsarbeit seit über 25 Jahren konnten wir für uns feststellen, dass zweimal wöchentlich 45 Minuten qualifizierter Therapie ausreichen, um ein Kind mit einer kompletten Legasthenie-therapie zu „versorgen“ und es so an seine Leistungsgrenze zu bringen. (Insgesamt ca. 110 Stunden = etwas mehr als ein Jahr Therapiedauer). Dies bedeutet für Sie und Ihre Kinder einen deutlich größeren zeitlichen Freiraum.